Otto Dietlinger
Alt-Grachham
| untertitel | Ein heiterer Roman |
| original | - |
| bibdat | AWA Verlag E.F. Flatau, München 1959
Ln. m. SchU - 8° - 221 S. |
| reihe | - |
| verlags-nr | - |
| umschlaggestaltung | - |
| notiz | - |
| nachweis | INT |
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| Umschlagvariante |
"Alt-Grachham, ein kleines, idyllisch gelegenes Dorf im bayerischen
Alpenvorland, ist der Schauplatz dieses heiteren, humorvollen Romans,
den man mit vergnügtem Schmunzeln liest und in bester Laune aus der Hand
legt. So friedlich wie Alt-Grachham inmitten grüner Wiesen und Wälder
daliegt, so friedlich geht es im Ort keineswegs zu. Ganz im Gegenteil!
Fast könnte man von einer kleinen Revolution sprechen, die unter den
Alt-Grachhamern ausgebrochen ist.
Einige fortschrittlich Gesinnte sind von der Idee besessen, die
ozonreiche Luft ihrer Heimat in klingende Münze zu verwandeln, das
heißt, aus Alt-Grachham einen Kurort zu machen. Mit der Verwirklichung
dieses Planes sehen sie sozusagen ein goldenes Zeitalter anbrechen, ganz
im Gegensatz zu den „Konservativen", die gegen jede Neuerung sind.
Wie es die „Fortschrittlichen" unter Anwendung von List und
Bauernschläue aber doch schaffen, die Stimmenmehrheit im Gemeinderat zu
erzielen, wie angesichts des nahen Geld-Segens auch die erbittertsten
Gegner des Kurort -Gedankens weich werden, und was sich damit an
Streitigkeiten, Abenteuern, Verwicklungen und umwerfend komischen
Ereignissen abspielt und durcheinanderspinnt, das ist mit kurzen Worten
nicht zu beschreiben! Das ganze Dorf spielt in diesem herzhaften Roman
mit. Eine Fülle saftiger, mit meisterhafter Beobachtungsgabe, Witz und
Ironie gezeichneter urbajuwarischer Typen und Originale zieht sich durch
dieses köstliche Buch.
Im Mittelpunkt des turbulenten Geschehens stehen die zwei eifrigsten
Verfechter des neuen Geistes: der Bürgermeister und Landwirt Tomas
Hellriegel und sein Freund und Kampfgenosse Mathias Det-terbeck,
Gastwirt zur „Krone" und zukünftiger Hotelbesitzer, die einander an
Gerissenheit, Habgier und Profitsucht nicht nachstehen, am Schluß aber
doch die Dummen sind und einen gar teuren Preis bezahlen müssen; der
modern denkende, von der Welle des Fortschritts erfaßte Bader Flierl und
sein Eheweib, die zungenfertige Apollonia; der Schaberl-Beni, der
durchtriebenste, abgefeimteste aller Gauner; die bitterböse Hauserin
Stasi, die den fettesten Gewinn einstecken kann, indem sie wie durch ein
Wunder Bürgermeisterin wird, und nicht zuletzt drei junge, sympathische
Liebespaare, die sich gegen alle Widerstände und Widrigkeiten und mit
nicht alltäglichen Mitteln ihr Glück erkämpfen. Daß die Liebe letzten
Endes doch über Mißgunst, Berechnung und Geldgier triumphiert, ist mit
das Schönste an dieser Herz und Gemüt erquickenden Lektüre." {Klappentext}