James M[allahan] Cain
Die andere Macht
| untertitel | Kriminalroman |
| original | LOVE'S LOVELY COUNTERFEIT, deutsch von 'nicht angegeben' |
| bibdat | Nest Verlag | Frankfurt a. Main 1959
Pappe/Supronyl - 8° - 278 S. |
| reihe | Krähen Bücher [Silber-Reihe] |
| verlags-nr | - |
| umschlaggestaltung | - |
| notiz | - |
| nachweis | INT | IBL1 0805 |

"Sein Schriftstellername wird von jeher großgeschrieben — wurden doch
alle seine Bücher Bestseller, ja geradezu „Markenartikel" der
Spannungsliteratur. Cain packt seine Stoffe mit eisgekühltem Realismus
an, was auch in hohem Maße für die andere Macht zutrifft, für die er als
Hintergrund der Handlung die erdachte Stadt Lake City wählte. Wenn auch
das Kräftespiel hinter den Kulissen der Stadtverwaltung anfänglich
etwas „politisch" anklingen mag, so will das Cain aber keineswegs als
Politik im sonst verstandenen Sinne gewertet wissen. — Boß Sol Caspar,
der zunächst die „Macht" ausübt, beschreitet grundsätzlich illegale
Wege, um seinen durch Korruption und Betrug zusammengerafften Reichtum
zu erhalten und zu vergrößern. Hingegen bedient sich sein
Privatchauffeur Ben im Verein mit der geldfreudigen Ruth späterhin — bei
der Entmachtung des „Chefs" — der Lücken im Gesetz und Recht, um das
weitverzweigte Erbe Caspars anzutreten. Und diese Lücken sind es, die
Cain deutlich sichtbar werden läßt und von denen Ben bis zum bitteren
Ende erfolgreich die „gesetzmäßige" Grundlage für seine skrupellose
Handlungsweise ableitet.
Cain verzichtet in diesem Buch auf jeden „privaten" oder im
Staatsdienst stehenden Detektiv, obgleich Sol und Ben bei der Erreichung
ihrer Ziele — und das ist hier buchstäblich zu nehmen — auch über
Leichen gehen. Der Leser wird diesen Kriminalroman auch nicht einmal aus
der Hand legen, bevor er auf Seite 279 angelangt ist."{Klappentext}