Elizabeth Seifert
Der Arzt und die Liebe
| untertitel | [Arzt]Roman |
| original | LOVE CALLS THE DOCTOR, deutsch von Lyddi Overhoff |
| bibdat | Dörnersche Verlagsgesellschaft, Düsseldorf [1959]
gebunden - 8° - 262 S. |
| reihe | - |
| verlags-nr | - |
| umschlaggestaltung | - |
| notiz | - |
| nachweis / kat | INT | DNB | 000M | 000F |

"Wenn Belinda Shields nicht fest an ihre Liebe zu Steve Sargent glaubte,
sie würde ihn nicht heiraten wollen. Aber als Steve sie kurz vor der
Hochzeit bittet, ihn freizugeben, weil er von dem schönen Bild, das
Behndas jüngere Schwester Marian bietet, verzaubert worden ist, macht
die ältere Shields-Tochter es dem Erben des Sargent-Reichtums nicht
schwer. In diesen Tagen macht Peter Jahns Belinda zum ersten Mal einen
offiziellen Antrag. Belinda weist ihn zurück. Sie fürchtet, daß es nur
Mitgefühl ist, was den jungen Arzt zu seinem überraschenden Schritt
bewegt hat. Und damit beginnen Jahre einer guten Freundschaft. Die
Bekanntschaft mit dem alten Stephen Girard Sargent, Steves Onkel, die
Erweiterung ihrer medizinischen Kenntnisse, die Arbeit im Laboratorium
des großen Krankenhauses lassen Belinda zu einer Frau reifen, die eine
eigene Ruhe, Sicherheit und Fröhlichkeit auszustrahlen vermag. Aus Ferne
und Nähe, immer nimmt sie Anteil an den Erfolgen, die Doktor Peter
Jahns als orthopädischer Arzt erreicht, aber niemals wieder ist zwischen
den beiden die Rede von Liebe und Ehe —.
Wenn dieses zu den erfolgreichsten Romanen der amerikanischen
Schriftstellerin gehörige Werk den Titel „DER ARZT UND DIE LIEBE" trägt,
so muß das auf den ersten Blick fast wie eine Irreführung des Lesers
erscheinen. Im Vordergrund der Erzählung stehen die ungleichen
Schwestern Marian und Belinda, steht Mary Shields, die temperamentvolle
Mutter der beiden, deren wunderbare Kochkunst alle Schwächen ihrer
offenherzigen Natur in Vergessenheit geraten läßt, steht Vater Shields,
dessen Freizeit ausgefüllt scheint mit der Arbeit im Garten und dem
Anstreichen von Zäunen und Möbeln, steht als lebensweiser Menschenkenner
der berühmte Anwalt und Notar Stephen Girard Sargent, steht Steve, sein
Lieblingsneffe, stehen Onkel Will und die drei scharfzüngigen Tanten
der Shields-Töchter — und alle diese Menschen treffsicher und klar
gezeichnet mit dem sicheren Strich der erfahrenen Schriftstellerin.
Peter Jahns aber, der kleine deutsche Zeitungsjunge, dem Vater Shields
einst die ersten Schritte zum Stipendium und Studium ermöglicht hat,
erscheint nur undeutlich im Hintergrund. Und erst ganz zum Ende — und zu
einem neuen, schöneren Beginn — begreifen wir Lesenden, daß Peter
eigentlich von der ersten Zeile an die Hauptfigur des Romans war." {Klappentext}