Margret Walser
Droben im Gamsbachtobel. Berg-Roman
= Aktion 57
000B | DNB - INT
"Der Schrofenbauer ist zu Grabe getragen; viel zu früh, und über dem
Bergdorf schwebt die bange Frage, wie es weitergehen soll. Noch lebt
die alte Mutter des Bauern, die ungebeugte Schrofin, die an seinen
Kindern Sylvester, Ev und Liesbeth schon jahrelang Mutterstelle
vertreten hat. Noch sind die gerade herangewachsenen Geschwister
beisammen und teilen sich in die Arbeit auf dem Schrofengütl, wo keine
Hand mehr fehlen darf. Ernste Zeiten brechen über den Hof herein. Als
erste geht Liesbeth fort, um in der Stadt dem Glück nachzujagen. Die
junge Bäurin, die mit Sylvesters Heirat einzieht, kann sich nicht eingewöhnen, nach einem Unwetter und Murenbruch flieht sie vom Hof, nichts
vermag sie zurückzubringen, schließlieh zieht sie auch Sylvester für
immer in die Stadt.
Nur die Ev bleibt. Zutiefst ist sie in der Bergheimat verwurzelt,
der sie mit allen Fasern gehört. Sie, die dem Erben des reichsten Hofes
im Tal versprochen war, verzichtet in der höchsten Not nach schwerstem
Ringen mit sich selbst auf ihr Liebesglück und bewahrt damit das
Schrofengütl vor dem Untergang. Langsam geht es wieder aufwärts, ihr
Opfer wird belohnt. Sie findet den Gefährten, der wie sie in der
heimatlichen Scholle lebt. Es wird eine späte tiefe Liebe, aus der dem
Hofe eine neue hoffnungsvolle Generation geschenkt wird." (Werbetext)

